Lernen / Kapitel 3 von 4

Beispiele & Format: Zeigen statt beschreiben

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Beschreiben, was man will, ist gut. Zeigen, was man will, ist besser. Ein bis drei Beispiele im Prompt – „Few-Shot" genannt – wirken oft stärker als jede zusätzliche Regel, weil das Modell Muster aus Beispielen präziser übernimmt als aus Beschreibungen.

Few-Shot in der Praxis

Wandle Stichpunkte in Commit-Messages um (Conventional Commits).

Beispiel 1:
Eingabe: login button reagiert nicht auf enter
Ausgabe: fix(auth): Enter-Taste löst Login aus

Beispiel 2:
Eingabe: neue endpunkte für tags dokumentiert
Ausgabe: docs(api): Tag-Endpunkte dokumentieren

Eingabe: [deine Stichpunkte]
Ausgabe:

Die Beispiele definieren nebenbei alles Mögliche mit: Sprache der Ausgabe, Präfix-Konventionen, Länge, Tonfall. Wähle sie deshalb bewusst – das Modell imitiert auch, was du nicht sagen wolltest. Ein schlampiges Beispiel erzeugt schlampige Ausgaben.

Randfälle zeigen

Die wertvollsten Beispiele sind nicht die typischen, sondern die schwierigen: Was soll passieren, wenn die Eingabe leer ist? Wenn Informationen fehlen? Ein Beispiel mit „Eingabe: (unleserlich) → Ausgabe: FEHLER: Eingabe unlesbar" erspart dir drei Absätze Sonderfall-Regeln.

Format erzwingen

Für maschinenlesbare Ausgaben (JSON, CSV) gilt: Struktur einmal als Beispiel zeigen und als Regel benennen („Antworte ausschließlich mit validem JSON, ohne Markdown-Zäune"). Beide Signale zusammen sind deutlich zuverlässiger als eines allein. Gute Anschauungsbeispiele findest du unter Extraktion & Parsing.